Wie ich zu meinem Beruf kam :

Schon als junges Mädchen stand für mich fest, dass ich später einmal mit Tieren arbeiten möchte. Der Traum einer eigenen Tierarztpraxis war dabei lange sehr präsent.

Als es dann soweit war, entschied ich mich zunächst für die Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten, um erste praktische Einblicke zu gewinnen und meine Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Im Laufe meiner zweijährigen Ausbildung in Köln verabschiedete ich mich jedoch aus verschiedenen Gründen zunehmend von dem Gedanken eines Studiums. Dennoch blieb die Frage: Wie sollte mein beruflicher Weg weitergehen? Denn eines war klar – ich wollte noch etwas lernen. 

Besonders interessiert haben mich schon immer die Orthopädie und die Bildgebung. Da dieser Bereich jedoch ein Studium voraussetzt, musste ich nach einer anderen Möglichkeit suchen. Genau zu dieser Zeit gewann die Tierphysiotherapie für mich immer mehr an Bedeutung.

Also informierte ich mich darüber, wo und wie ich die bestmögliche Ausbildung absolvieren konnte, um fundiertes theoretisches Wissen und vor allem umfangreiche praktische Erfahrungen zu sammeln.

Leider wird oft genug die Praxis nicht ausreichend gefördert, das kam für mich bei einem solchen Beruf nicht infrage. Deshalb nahm ich die rund 700 Kilometer lange Fahrt von Köln in den Chiemgau auf mich, um meine Ausbildung bei Dogsphysio Sabine Harrer zu absolvieren.

Und ich gebe zu: Nicht selten habe ich diese Entscheidung verflucht, wenn ich stundenlang im Stau stand oder versuchte, mir die Anatomie einzuprägen. Heute weiß ich jedoch, dass sich all das gelohnt hat.

Bereits kurz nach meiner erfolgreichen Prüfung fühlte ich mich sicher und gut vorbereitet im Umgang mit den unterschiedlichsten Erkrankungen unserer Vierbeiner. Rückblickend war die Ausbildung genau die richtige Entscheidung und die Grundlage dafür, Hunde heute mit Fachwissen, Leidenschaft und Überzeugung begleiten zu können.